<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-361764372696957007</id><updated>2011-11-01T11:09:44.798+01:00</updated><title type='text'>Hochschulblog.net</title><subtitle type='html'>Meinungen und Diskussionsanstöße rund um die Entwicklung der Hochschulpolitik in Deutschland.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://hochschulpolitik.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/361764372696957007/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hochschulpolitik.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Felix Gathmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-cPKKf7OLmGU/TWbWSonDa2I/AAAAAAAAAA4/--eLDTHJ7NM/s220/DSC_0113.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>3</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-361764372696957007.post-3869880995060607718</id><published>2011-02-26T23:40:00.006+01:00</published><updated>2011-02-26T23:49:47.468+01:00</updated><title type='text'>Einrichtung von Bundesuniversitäten – Wem sollen die Universitäten zukünftig gehören?</title><content type='html'>&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Es geht nicht um Bund oder Land. Es geht um Geld oder kein Geld.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Bundesbildungsministerin Schavan hat mit ihrer Initiative für die Einrichtung von Bundesuniversitäten ein spannendes Thema angesprochen. Die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder, mit der zahlreiche Universitäten in Deutschland gefördert werden, geht bald in die nächste Runde. Da ist die Frage nach der Fortsetzung der finanziellen Förderung der Universitäten durch den Bund nur konsequent. Doch die Diskussion wird kompliziert. Denn es gibt ganz unterschiedliche Interessen. Die Länder fürchten den Verlust von Macht, den Ideologen geht es um die Frage der Eliteförderung und die Universitäten erhoffen sich eine bessere finanzielle Ausstattung.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Es lohnt sich, zunächst einen kurzen Blick auf das Finanzierungsgeflecht der Universitäten in Deutschland zu werfen. Dann lässt sich auch zeigen, weshalb der Großteil der Kritik sachlich unbegründet ist und die Universitäten dringend auf mehr finanzielle Mittel vom Bund angewiesen sind.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Mischfinanzierung der Universitäten&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Finanzierungsquellen von Universitäten in Deutschland zu überblicken, ist kompliziert. Im Wesentlichen lassen sich die Grundmittel und Drittmittel unterscheiden. Die Grundmittel, die in Deutschland über drei Viertel der Finanzierung ausmachen, werden den Universitäten vom jeweiligen Bundesland zugewiesen, denn in Deutschland ist Bildung Ländersache. Daher liegt auch die Verantwortung für die Hochschulen bei den Bundesländern. Je nach Bundesland unterscheidet sich die Mittelvergabe an die Hochschulen. In Nordrhein-Westfalen wird ein Teil der Grundmittel nach Leistungskriterien vergeben, das sind Absolventenzahlen, Anzahl der Promovenden und die Höhe der eingeworbenen Drittmittel. Wie man sieht, haben Drittmittel eine besonders wichtige Funktion für Hochschulen. Dabei dürfen Drittmittel nicht mit Mitteln aus der Privatwirtschaft verwechselt werden. Diese bilden nur einen Teil der Drittmittel. Der wesentlich größere Teil stammt aus öffentlichen Forschungsfördergeldern, vor allem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die öffentlichen Forschungsfördergelder kommen dabei sowohl vom Bund als auch von den Ländern.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Daneben werden immer wieder Programme aufgelegt, um den Hochschulen Geld für bestimmte Zwecke zur Verfügung zu stellen. Als Beispiele seien das Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre oder der Hochschulpakt 2020 zur Schaffung zusätzlicher Studienplätze genannt. Eine Besonderheit bildet die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Im Rahmen dieser Initiative werden in drei Linien Graduiertenschulen, Forschungs-Cluster und Zukunftskonzepte von einzelnen Hochschulen mit beträchtlichen Summen finanziert. Wer in allen drei Linien erfolgreich ist, darf sich exzellent nennen. Gerne wird auch unzutreffend von Elite-Universitäten gesprochen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;An manchen Hochschulen kommen noch Studiengebühren als weitere Quelle hinzu. In NRW werden diese ab dem Wintersemester durch Landesmittel ersetzt.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Auch wenn die Finanzierung insgesamt also etwas unübersichtlich scheint, bleibt festzuhalten, dass die meisten finanziellen Mittel von den Ländern getragen werden. Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie Helmholtz-Forschungszentren oder die Fraunhofer-Gesellschaft werden hingegen zum allergrößten Teil vom Bund getragen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Elite-Diskussion ist nicht zielführend&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Mit der Diskussion um Bundesuniversitäten verbindet sich immer schnell die Diskussion um Elite-Universitäten, die mit Hilfe von üppiger Bundesfinanzierung herausragende Positionen auf Kosten der anderen Hochschulen einnehmen können. Es wird befürchtet, dass diese Universitäten nur noch mit viel Geld eine kleine Elite in wirtschaftlich interessanten Fächern ausbilden und Spitzenforschung betreiben, während alle anderen als graue Dienstleister die große Masse an Studierenden ausbilden. Die gleichen Befürchtungen wurde schon formuliert, als Kanzler Schröder und seine rot-grüne Bundesregierung die Idee der Exzellenzinitiative konkretisierten. In den vergangenen Jahren hat sich aber gezeigt, dass die Befürchtungen nicht zutreffend waren. Keine der geförderten Universitäten entwickelte sich in diese Richtung. Große Massenuniversitäten wie die RWTH Aachen, die TU München oder die FU Berlin wurden genauso gefördert wie Universitäten mit verschiedensten fachlichen Ausrichtungen. Keine dieser Universitäten hat sich zu einer abgeschlossenen Elite-Einrichtung entwickelt. Viele dieser Universitäten werden ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung sogar in besonderer Weise gerecht. Eine Aufbruchstimmung ging durch die Hochschullandschaft, die Hochschulen lernten, keine Behörden mehr zu sein, sondern ihre Zukunft zu planen. An der RWTH rückten sogar alle Gruppen, auch die Studierenden, und alle Gremien in diesem Prozess noch enger zusammen und gestalteten ihn gemeinsam. Das hätte der Exzellenzinitiative niemand zugetraut. Als besonders positiv konnte man wahrnehmen, dass es fast erstmals in der deutschen Geschichte ein fairer Wettbewerb war, frei von politischen Vorgaben und Verteilungsschlüsseln. Das Positivbeispiel Exzellenzinitiative zeigt also den richtigen Weg.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Weniger Föderalismus als Teil der Lösung&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Der Föderalismus in Deutschland hat sowohl gute als auch schlechte Seiten. Bei der Bildungs- und Wissenschaftspolitik zeigt er häufig seine schlechten Seiten. So erschließt sich zum Beispiel der Sinn des Kooperationsverbots von Bund und Ländern in der Bildungspolitik vermutlich niemandem. Aber eines der größten Probleme bleibt, neben teilweise mangelnder Kompetenz und einiger Realitätsferne in den administrativen Ebenen der Wissenschaftsministerien, die Unterfinanzierung der Hochschulen. Bildung, Forschung und Wissenschaft sollen die Zukunft des Landes sein. Tatsächlich bräuchte es dafür mehr ernsthafte Investitionen. Deutschland ruht sich zu sehr auf seinem Vorsprung gegenüber vielen Ländern der Welt aus. Statt einen geringeren Mehrwertsteuersatz auf Hotelübernachtungen einzuführen, hätte man in die Hochschulen investieren können, um ein eigentlich überstrapaziertes Beispiel anzubringen. Die viel gelobte Verbindung von Lehre und Forschung darf nicht so aussehen, dass es in den Universitäten in die Hörsäle hinein regnet und Spitzenforschung nur noch in den wesentlich vom Bund finanzierten außeruniversitären Forschungseinrichtungen stattfindet.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Tatsächlich geht es natürlich nicht nur um Geld, sondern auch um effiziente Strukturen, Governance und Motivation. Diese Themen werden daher noch in anderen Beiträgen aufgegriffen. Gerade noch zulässig verkürzt lautes das Problem aber: Hochschulen sind Ländersache, aber Länder haben für Hochschulen kein Geld.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Bund muss finanzielle Verantwortung übernehmen&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Jeder soll entsprechend seiner Bedürfnisse und Möglichkeiten bestmöglich gefördert werden. Das muss auch für Hochschulen gelten. Gleiche Chancen Schaffen heißt gerade nicht, die Schwachen zu fördern und die Starken zu schwächen. Damit auch die starken Universitäten, die trotzdem ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden, bestmöglich gefördert werden können, braucht die Exzellenzinitiative eine Fortsetzung. Herausragende Universitäten, und das sind sicher mehr als eine, müssen eine Förderung vom Bund erhalten, damit sie sich weiter entwickeln können und Forschung und Lehre voran bringen können. Eine denkbare Möglichkeit hierfür, wenn auch nicht die einzige, sind Bundesuniversitäten. Über deren Ausgestaltung müsste selbstverständlich offen diskutiert werden. Ob sich die Bundesländer jemals dafür begeistern können ist indes fraglich. Werden die Länder sich selbst zurücknehmen und solchen Einrichtungen zugunsten des gesamtstaatlicher Interessen zustimmen? Ist Deutschland bereit zu akzeptieren, dass es Spitzenforschung auch an Universitäten braucht? Vielleicht.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;Der Autor studiert Elektrotechnik und Informationstechnik an der RWTH Aachen und war u.a. AStA-Vorsitzender und Gruppensprecher der Studierenden im Senat der RWTH Aachen.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/361764372696957007-3869880995060607718?l=hochschulpolitik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hochschulpolitik.blogspot.com/feeds/3869880995060607718/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hochschulpolitik.blogspot.com/2011/02/einrichtung-von-bundesuniversitaten-wem.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/361764372696957007/posts/default/3869880995060607718'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/361764372696957007/posts/default/3869880995060607718'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hochschulpolitik.blogspot.com/2011/02/einrichtung-von-bundesuniversitaten-wem.html' title='Einrichtung von Bundesuniversitäten – Wem sollen die Universitäten zukünftig gehören?'/><author><name>Felix Gathmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-cPKKf7OLmGU/TWbWSonDa2I/AAAAAAAAAA4/--eLDTHJ7NM/s220/DSC_0113.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-361764372696957007.post-1773506010039326276</id><published>2011-02-24T23:11:00.000+01:00</published><updated>2011-02-24T23:33:34.468+01:00</updated><title type='text'>Keine Studiengebühren mehr in NRW – Ist die Abschaffung wirklich ein Grund zum Feiern?</title><content type='html'>&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Wie ein finanzieller Nebenkriegsschauplatz zur politischen Hauptkampfzone wurde&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Gerade hat der Landtag in Nordrhein-Westfalen erst das Gesetz zur Abschaffung der Studiengebühren beschlossen, da wird schon der soziale Fortschritt lautstark gefeiert. Immerhin heißt dieses Gesetz auch hochtrabend „Gesetz zur Verbesserung von Chancengleichheit beim Hochschulzugang in Nordrhein-Westfalen“ und zeigt mit seinem Namen eine gewisse Kontinuität zum „Gesetz zur Sicherung der Finanzierungsgerechtigkeit im Hochschulwesen“, mit dem die damalige schwarz-gelbe Landesregierung die Studienbeiträge genannten Gebühren einst in NRW einführte. Wenn man es allerdings ganz genau betrachtet, wurden Studiengebühren in Form von Langzeitgebühren bereits vorher von rot-grün implementiert.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Trotzdem kann die Regierungskoalition nun vorweisen, ihr wichtigstes Wahlversprechen gehalten zu haben. Mit der Abschaffung der Gebühren soll den Hochschulen insgesamt auch kein Geld entzogen werden, denn das Geld wird durch Kompensationszahlungen in Höhe von 249 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt ersetzt. Die Summe entspricht dem gesamten Aufkommen an Gebühren, das den Hochschulen tatsächlich zur Verfügung stand. Einzelne Hochschulen erhalten aber trotzdem weniger Geld als vorher, da die Verteilung sich ändert.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Um viel Geld geht es gar nicht&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Angesichts der Milliardensummen, die zum Beispiel für die Belastungen durch die WestLB anfallen oder anfallen werden, muss die finanzielle Bedeutung von Studiengebühren relativiert werden. Selbst für die Studierenden ist der finanzielle Unterschied nicht so relevant, wie man in der öffentlichen Diskussion glauben könnte. Zahlreiche Studierende haben ein Darlehen der NRW.Bank aufgenommen, das für viele BAföG-Empfänger aufgrund der Begrenzung des maximal zurückzuzahlenden Gesamtbetrags nicht einmal eine finanzielle Belastung darstellt. Vergleicht man die Höhe der Studiengebühren mit denen der Lebenshaltung, so scheinen sie weniger ins Gewicht zu fallen. Trotzdem traf es die Studierenden hart, die kein Darlehen bekommen konnten und mit ihrem Geld gerade so ausgekommen sind. Aber auch für die Hochschulen sind es keine ganz unbedeutende Summen, die ihnen zusätzlich für die Verbesserung der Lehre zur Verfügung stehen. Insgesamt ist es trotzdem nicht falsch, von einem finanziellen Nebenkriegsschauplatz zu sprechen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Eine ideologische Frage&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Man darf sich über die hochemotional und intensiv geführte politische Diskussion über Studiengebühren in der Tat wundern. Leider berühren Bildungsgebühren den ideologischen Kern der politischen Lager. Von der einen Seite werden sie in jeder Form verteufelt, während die andere am liebsten Bildung nur noch für wenige bezahlbar machen würde. Wer das Geld nicht hat, dem könne man gönnerhaft ein Stipendium anbieten, wenn er sich genug anstrengt. Solche Debatten führen aber immer dazu, dass Argumente nur selektiv und als Waffen gegen den ideologischen Gegner eingesetzt werden. Man fragt sich, ob jemals eine ernsthafte, sachliche Diskussion über die Finanzierung von Hochschulbildung stattgefunden hat. Kaum jemand weiß, was eine Hochschulausbildung tatsächlich kostet oder wie groß anteilig das Steueraufkommen von Akademikern ist. Welche Vor- und Nachteile würden beispielsweise nachgelagerte, einkommensabhängig  zu zahlende Studiengebühren bieten? Eine solche Fragestellung würde schon gar nicht zur Diskussion zugelassen. Denn dann könnte entlarvt werden, dass es vor allem um Ideologien geht.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;(K)ein Grund zum Feiern&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Für die Studierenden ist die Abschaffung sicher positiv, selbst wenn es nicht für alle Hochschulen eine vollständige Kompensation der wegfallenden Mittel gibt. Es gibt auch noch einige Stolperfallen zu beachten. So ist unklar, ob es eine Landtagsmehrheit für den Haushalt geben wird. Ebenso könnten Verwaltungsgerichte die Kapazitätsneutralität der Kompensationsmittel noch für rechtswidrig befinden. Hier bewegt man sich rechtlich auf dünnem Eis.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Einen richtigen Grund zum Feiern gibt es auch weder für Studierende noch für Hochschulen. Denn die Hochschulen bleiben unterfinanziert und viele Studierende können sich weiterhin ihr Studium kaum leisten. Denn die wirklich wichtigen Fragen, wie eine Neustrukturierung der Finanzierung der Hochschulen oder eine Öffnung des BAföG für eine größere Gruppe von Studierenden, bleiben unberührt. Die Hochschulen leiden weiterhin unter ungünstigen Betreuungsrelationen und dringend sanierungsbedürftigen Gebäuden. Die Studierenden ohne BAföG Anspruch, die nachts zur Finanzierung des Studiums arbeiten, weil sie ihre Eltern nicht auf Unterhalt verklagen wollen oder ihre Eltern knapp zu viel Geld verdienen, werden sich zwar über die Abschaffung der Gebühren freuen. Feiern werden aber auch sie nicht. Diejenigen, die aufgrund der sozialen Selektivität des Schulsystems niemals eine Hochschule besuchen werden, werden sicherlich nicht feiern.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Heute feiert nur das eine politische Lager den ideologischen Sieg über das andere. Hätte man sich mehr erhoffen dürfen? Vielleicht.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;Der Autor studiert Elektrotechnik und Informationstechnik an der RWTH Aachen, war u.a. AStA-Vorsitzender und Gruppensprecher der Studierenden im Senat der RWTH Aachen und ist Verfasser einer angeforderten Stellungnahme als Sachverständiger zur  Gesetzesvorlage zur Abschaffung von Studiengebühren für den Wissenschaftsausschuss des Landtags von NRW.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/361764372696957007-1773506010039326276?l=hochschulpolitik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hochschulpolitik.blogspot.com/feeds/1773506010039326276/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hochschulpolitik.blogspot.com/2011/02/keine-studiengebuhren-mehr-in-nrw-ist.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/361764372696957007/posts/default/1773506010039326276'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/361764372696957007/posts/default/1773506010039326276'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hochschulpolitik.blogspot.com/2011/02/keine-studiengebuhren-mehr-in-nrw-ist.html' title='Keine Studiengebühren mehr in NRW – Ist die Abschaffung wirklich ein Grund zum Feiern?'/><author><name>Felix Gathmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-cPKKf7OLmGU/TWbWSonDa2I/AAAAAAAAAA4/--eLDTHJ7NM/s220/DSC_0113.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-361764372696957007.post-774326170224544293</id><published>2011-02-24T23:02:00.000+01:00</published><updated>2011-02-24T23:34:51.515+01:00</updated><title type='text'>Promotion und Doktortitel – Welchen Sinn hat eine Promotion und was ist sie wert?</title><content type='html'>&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Eine Diskussion, die wichtiger ist als die um Herrn zu Guttenberg&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Selten führt wissenschaftliches Fehlverhalten zu großer medialer Aufmerksamkeit. Das ist immer nur dann der Fall, wenn entweder bedeutende wissenschaftliche Erkenntnisse sich als gefälscht heraus stellen oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens betroffen sind. Im Fall des Herrn (Dr.) zu Guttenberg dürfte ausschließlich letzteres der Fall sein. Denn gefälscht wurde hier nichts, sondern nur kopiert. Zudem finden sich wahrscheinlich auch keine bedeutenden wissenschaftlichen Erkenntnisse in seiner Dissertation, die immerhin für ein „summa cum laude“ ausgereicht hat. Zumindest darf man doch am wissenschaftlichen Wert einer Doktorarbeit zweifeln, wenn wörtlich auch aus wenig wissenschaftlichen Quellen abgeschrieben wurde.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Deshalb soll an dieser Stelle auch keine Diskussion über Herrn zu Guttenberg und sein Verbleiben im Amt geführt werden, wie diese schon ausreichend in allen Medien und politischen Lagern geführt wurde. Es soll vielmehr der Fokus auf den Wert des akademischen Doktorgrads, der fälschlicherweise oft als Titel bezeichnet wird, gerichtet werden. Dabei sollen zwei Hauptaspekte zum Tragen kommen, nämlich die Frage der durch den Doktorgrad ausgedrückten Qualifikation sowie die Frage der mit dem Grad verbundenen Reputation.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Dr. med.“ vs. „Dr.-Ing.“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Wenn Menschen sich nach dem Studium für eine Promotion entscheiden, so kann das viele Gründe haben. Neben zahlreichen individuellen Motiven ist es vor allem eine Frage des Studienfachs. Während ein Mediziner schon fast gezwungen ist, zu promovieren, damit er nicht ständig falsch angesprochen wird, wird es sich ein Diplom-Ingenieur dreimal überlegen, ob er wirklich promovieren soll. Denn es geht um nicht weniger als Zeit, Geld und Berufschancen. Während man in der Medizin schon, überspitzt formuliert, studienbegleitend promovieren kann, muss ein Naturwissenschaftler in der Regel drei Jahre und ein Ingenieur sogar fünf Jahre seines Lebens investieren. Während mancher Geisteswissenschaftler sich vielleicht noch über eine Bezahlung als wissenschaftlicher Mitarbeiter freut, rechnet ein Ingenieur schon aus, wie viel Geld ihm durch die Promotion pro Tag verloren geht. Der Chemiker hingegen beobachtet, dass seine Berufschancen ohne Promotion gegen null und mit Promotion gegen unendlich gehen. Nach null bis fünf oder mehr Jahren bekommen (hoffentlich) dann alle ihren angestrebten akademischen Grad. Der Zusatz kennzeichnet dabei nicht nur das Fachgebiet, sondern in gewissem Maße auch den Aufwand. Während noch vor hundert Jahren der „Dr.-Ing.“ als minderwertiger angesehen wurde und deshalb auch als einziger mit Bindestrich geschrieben wird, steht er heute für hohen Aufwand und wissenschaftlichen Anspruch. Inzwischen gilt nicht ganz zu Unrecht der „Dr. med.“ als inflationär vergebener Grad. Selbst das European Research Council (ERC) hält diesen für nicht vergleichbar mit anderen Doktorgraden. Der „Dr. jur.“ hat auch dank des Herrn zu Guttenberg ebenso an Ansehen eingebüßt.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Doch nun verhält es sich nicht so, dass sich nur der promovierte Ingenieur über den promovierten Mediziner aufregt. Auch zwischen den Universitäten und innerhalb der Fächer gibt es gewaltige Unterschiede im Anspruch an die wissenschaftliche Qualität. In jedem Fall bietet die nach außen getragene, aber nur scheinbare Vergleichbarkeit der Grade jede Menge Konfliktpotential. Sie ist damit die konsequente Fortsetzung der Frage der Vergleichbarkeit von Diplom- oder Mastergraden verschiedener Fächer und Hochschulen. Da der Doktorgrad aber im Namen geführt wird, zumindest in Deutschland, hat dieser eine besondere Brisanz.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Karriereturbo Doktorgrad&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Man sagt, die Deutschen seien titelverliebt. Obwohl der Doktorgrad kein Titel ist, so steckt doch Wahrheit in diesem Satz. In Deutschland ist es selbstverständlich, seinen Doktorgrad grundsätzlich immer im Namen zu tragen, selbst im Versandhandel als Empfänger „Dr. XY“ anzugeben und sich den Grad natürlich auch aufs Klingelschild zu schreiben. Im europäischen und außereuropäischen Ausland ist das unüblich. In den USA bekommt man auch nur einen „Ph.D.“ verliehen, der (gerichtlich bestätigt) nicht einem deutschen Doktorgrad entspricht und auch nicht in dieser Form geführt werden darf. Schaut man sich jetzt die Besetzung der politischen und wirtschaftlichen Führungspositionen an, so wimmelt es nur so von Promovierten. Das betrifft dabei auch nicht nur absolute Spitzenpositionen. Wenn das ein Zeichen sein sollte, dass in solchen Positionen wissenschaftliche Qualifikationen besonders gefragt sind, so wäre das zwar eigenartig, aber nicht bedenklich. Tatsächlich muss man sich aber fragen, ob nicht alleine der Doktor im Namen und auf der Visitenkarte ein Karriereturbo und ein Statussymbol ist. Er zeugt von Ansehen, nicht von Kompetenz. Damit hat er vielleicht in der Tat mehr mit einem Titel, wie einem Adelstitel zu früheren Zeiten, gemein. Wie viele Doktoranden würde es in Deutschland noch geben, wenn man keinen Doktorgrad im Namen tragen dürfte und er als rein wissenschaftliche Qualifikation angesehen würde? Sicherlich gäbe es immer noch einige, aber deutlich weniger. Warum bezahlen Menschen für einen Doktortitel oder lassen sich von Ghostwritern ihre Dissertationen schreiben? Sicherlich tun sie das nicht, um im akademischen Bereich mit einer höheren formalen Qualifikation arbeiten zu können. Weshalb hat Herr zu Guttenberg trotz mangelnder Zeit sieben Jahre an seiner Promotion gearbeitet und ein derartiges wissenschaftliches Fehlverhalten in Kauf genommen? Die naheliegende Antwort führt auf die grundsätzliche Frage, die es zu beantworten gilt: Welchen Sinn hat die Promotion und welchen sollte sie haben?&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Für mich persönlich stellt sich auch die Frage: Möchte ich nach dem Studium promovieren? Vielleicht.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;Der Autor studiert Elektrotechnik und Informationstechnik an der RWTH Aachen und war u.a. mehrere Jahre Mitglied der Kommission zur Aufklärung wissenschaftlichen Fehlverhaltens der RWTH Aachen und Mitglied des Promotionsausschusses der Fakultät für Elektrotechnik.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/361764372696957007-774326170224544293?l=hochschulpolitik.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hochschulpolitik.blogspot.com/feeds/774326170224544293/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hochschulpolitik.blogspot.com/2011/02/promotion-und-doktortitel-welchen-sinn.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/361764372696957007/posts/default/774326170224544293'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/361764372696957007/posts/default/774326170224544293'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hochschulpolitik.blogspot.com/2011/02/promotion-und-doktortitel-welchen-sinn.html' title='Promotion und Doktortitel – Welchen Sinn hat eine Promotion und was ist sie wert?'/><author><name>Felix Gathmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-cPKKf7OLmGU/TWbWSonDa2I/AAAAAAAAAA4/--eLDTHJ7NM/s220/DSC_0113.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
